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Vorlesungen und Sport

Und wieder ist fast eine Woche rum. Die Vorlesungen starteten zum Teil diese Woche, was mich allerdings nicht betrifft. Meine Kurse gehen erst nächste Woche los, worauf ich sehr gespannt bin.

Da Freizeit ja nicht zu kurz kommen soll, gehe ich jetzt jeden zweiten Tag Bouldern in einer sehr coolen Halle in Pasila Böle (http://www.boulderkeskus.com), schaut vorbei wenn ihr grad zufällig in Helsinki seid…

Waschen in Finnland

Stellt sich als sehr günstig und revolutionär raus. Man geht in den Waschraum, zückt sein Handy und wählt eine Nummer. Es wird ein gewisser Betrag vom Handy abgebucht und los gehts (und trocknen ist sogar umsonst). Warum gibts sowas in Deutschland nicht?!

Ich liebe Bürokratie…

Für heute war vorgesehen, dass sich jeder bei der Polizei und dem Einwohnermeldeamt registrieren soll. Soweit so gut. Wir sind also um 9 Uhr los und ab zur Polizei (wer länger als 3 Monate in Finnland ist muss sich für 40 euro dort registrieren). Hier in Finnland gibts überall diese toll funktionierenden Ticketsyteme. Im ersten Warteraum (leider der falsche) ging das ganze auch tatsächlich ziemlich schnell. Nach 30 Minuten waren wir dran, jedoch wurden wir leider zu einer anderen Stelle verwiesen. Dort ging die ganze Sache etwas, sagen wir mal, langsamer zu. Nach 3 Stunden warten waren wir endlich am Schalter. Die netten Damen der Polizei haben sich auch sehr bemüht unseren Antrag innerhalb einer gefühlten Ewigkeit zu bearbeiten und die 40 Euro zu kassieren. Leider fanden sie aber ein Fehler in unserer Immatrikulationsbescheinigung. Nach einer längeren Diskussion, die leider für keinen für uns erfolgreich ausfiel, wurden wir abgewiesen.

Der Grund:
Auf unserer Immatrikulationsbescheinigung stand: “Teaching Period: 01.09.2009 – 01.01.2010″
Es muss aber draufstehen: “Present: 01.09.2009 – 01.01.2010″

Nach diesen 4-5 Stunden bei der Polizei sind wir dann mit gemischten Gefühlen zurück zur Uni und haben uns einen neuen Antrag geholt. Summa summarum haben wir jetzt einen ganzen Morgen dafür verbraucht uns zu registrieren (keiner weiß genau warum man das tun muss), 40 euro zu zahlen und mit leeren Händen heimzugehen…irgendwie schon wieder lustig. Das heißt am Montag dürfen wir dort nochmal hin und hoffentlich, so Gott will, werden wir unseren Antrag bekommen.

Der Tag hat sich zum Glück gebessert, wir sind (Austauschstudenten aus Spanien, Frankreich, Südkorea, Italien und Irland) später dann noch nach Helsinki in einen Irish Pub und haben den Tag dort ausklingen lassen. Und zu guter letzt hab ich meinen Plan für die 1. Periode fertiggestellt und warte jezt gespannt auf den Vorlesungsbeginn nächste Woche.

Orientation Week

Am Montag begann die sogenannte “Orientation Week” für Austauschstudenten. Das heißt unendlich viele Informationen rund um Finnland, Finnen, Studium und das Leben hier. Morgen werden wir die hoffentlich die Informationen zu unseren Kursen bekommen und wie das System funktioniert…Richtig spannend wird es dann erst nächsten Montag – wenn die Vorlesungen beginnen.

Bis dahin: Moi Moi ;-)

Öffnungszeiten und andere Kuriositäten

War heute sehr positiv überrascht als ich erfuhr das die Läden hier auch Sonntags offen haben, warum gibts sowas nicht in Deutschland?

Die Ikea-Strategie die hier verfolgt wird ist auch praktisch:
kostenloser Ikea Bus der dich zum Ikea bringt – so holt man sich Kunden…

Helsinki

So, nach dem hier schon lange nichts mehr passiert ist mal eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage:
Mittwoch, Donnerstag und Freitag war Helsinki auf dem Plan. Das heißt die meiste Zeit eigentlich irgendwelche Sehenswürdigkeiten anschauen oder um Orientierung kämpfen…Helsinki an sich ist aber eine schöne Stadt (die ersten Bilder gibts in der Gallery).

Am Freitag Abend war “Helsinki Night of Arts”. Damit konnte ich erstmal nichts anfangen, aber ein paar Konzerte bzw. Open Airs waren angekündigt. Leider waren wir am falschen Ort und konnten nur die Show mit den seltsamen fliegenden Meeresbewohnern anschauen, irgendwie abgefahren. Wir sind dann auch ziemlich schnell wieder gegangen, aber die Menschenmassen in Helsinki waren echt beeindruckend. Hierzulande herrscht so ein Ausnahmezustand eigentlich nur während der WM o.ä.

Am gleichen Tag noch wurde mir, nach einem etwas längeren Telefonat mit dem Kundenservice, endlich mein eigenes Internet freigeschalten – Zivilisation ich komme!

IMG_0422Gestern bekam ich dann meinen ersten Mitbewohner, aus Irland. Cooler Typ – haben uns dann gleich abends noch mit ein paar anderen Studenten getroffen und ich hab mein erstes finnisches Bier getrunken – die Dose 0,33 für ungefähr 2 Euro im Lidl schmeckte auch ganz gut, abgesehen vom Preis…

Endlich angekommen

So nach einer etwas seltsamen Reise mit einem 2 motorigen Flugzeug von Stuttgart nach Düsseldorf und dann von Düsseldorf nach Helsinki bin ich gestern Nacht um 23:15 endlich angekommen. Der angekündigte Tutor war auch schon da und mit einem Taxi gings dann zur Wohnung (ungefähr 15 min fahrt kosteten dann ca 50 Euro). Irgendwie fanden wir aber dann nicht das richtige und suchten erstmal paar Minuten meine Wohnung, bzw mein Zimmer. Dann kurz das Gepäck verstaut und ab gings nach Espoo, alles erstmal anschauen. Da man bei Nacht ja nicht so viel erkennt, gings heute morgen gleich nochmal los und auch gleich in die Hochschule, gar nicht schlecht! Heute Mittag war dann der erste Einkauf angesagt, welcher sich aber als eher abenteuerlich gestaltet hat. Gott sei Dank haben alle Verpackungen Bilder die meistens das sagen was drin ist…

Jetzt heißt es erstmal warten auf meine eigene Internetverbindung, da das noch etwas länger dauern wird, werden die ersten Bilder wohl erst in ein paar Tagen folgen…

Der Countdown läuft.

Noch 5 Tage und meine Reise beginnt. Die letzten Wochen inklusive Prüfungszeit waren etwas stressiger, aber jetzt habe ich endlich die Bürokratie und alle anderen Hürden überwunden. Mein Zimmer in Stuttgart ist leer und ich kehre dem Wohnheim vorerst den Rücken zu.
Hier nochmal der Dank an all meine Freunde, war eine sehr geile Zeit die hoffentlich nächstes Jahr weitergeht! Die Spannung steigt – und Tag X ist in greifbarer Nähe. Bald heißt es auch für mich: Goodbye Deutschland.